Also,
wenn ich hoere, dass irgendein Mensch zu einem anderen "Schwuchtel" oder "Schwuppe" (etc. pp.) sagt, dann verletzt mich das selbst primaer nicht. Was mich daran stoert ist, dass mit diesen Begriffen immer irgendwelche Eigentschaften von (schwulen) Meschen assoziiert werden. In der Regel geht es dann darum, das wer nicht in seine maennlche Geschlechterrolle passt. Das ist in solch einem Fall auch weniger homophob als sexistisch.
Dann gibt auch noch die Menschen, die einfach nur, warum auch immer, Probleme mit Homosexuellen haben und diese beleidigen wollen. Und ich kann sagen, dass jedes "Schwuchtel" verletztend ist, auch wenn man offen zur eigenen Homosexualitaet steht. Haeufig wird dann argumentiert, dass unter Schwulen "Schwuchtel" eine normale Anrede ist. Ja, ist auch unter manchen so, aber da steht es in der Regel in einem anderen Kontext und gibt niemanden das Recht das Wort beleidigend zu verwenden.
Jetzt nochmal zum Begriff "Homophobie":
ich bring da immer gerne den Vergleich zum Wort "Antisemitismus". Das Wort "Semiten" beschrieb urspruenglich Angehoerige der semitischen Sprachen, zu denen auch arabische und nordafrikanische Gegenden gehoerten und gehoeren. Allerdings beschreibt das Wort "Antisemitismus" heute etwas anderes als die Wortherkunft, naemlich den Hass bzw. die Abneigung gegen Menschen juedischen Glaubens oder juedischer Abstammung.
So ist es auch mit dem Wort "Homophobie". Die Wortherkunft sagt, dass es eine Angst vor gleichgeschlichtlicher Liebe bzw. Liebenden ist, allerdings wuerde kaum jemand, der Angst vor Homos hat, als homophob bezeichnet werden. Eher wuerde man ueber ihn sagen, er haette schlichtweg Angst vor homosexuellen Menschen.
Und jetzt zu meinem eigentlichen Anliegen, diese ganze Diskussion ueber Angst und Abneigung und bla bla bla fuehrt doch zu nichts und lenkt doch nur davon ab, dass es immernoch Probleme, international, national,, regional und auch lokal, mit Homophobie gibt und viel zu viele Menschen damit beschaeftigt sind zu vergessen, wegzusehen und zu verdraengen. Ich hab da haeufig das Gefuehl, dass die Menschen einfach nicht aus vergangenen Fehlern lernen wollen oder koennen. Und um diese Probleme in den Griff zu kriegen probier ich offen den Menschen zu zeigen, das mich als homosexuellen Menschen nichts von einem anderem Menschen trennt. Ich gehoere ja keiner anderen Spezies an oder sonstwas. Sondern lebe einfach nur mein Leben und was ich in meinem Bett mache und mit wem ich rumknutsche geht nur mich was an, genauso wie es mich nichts angeht, mit wem Hans Peter von nebenan rumknutscht oder "Liebe macht"...
Achja, wie schon gesagt wurde, die Parole "SMASH HOMOPHOBIA" kann man wirklich auf die Homophobie zurueckfuehren. Es ist ja keine Aufforderung jeden homophoben Menschen an nen Baum zu haengen oder so. Man koennte es auch mit "Homophobie raus aus den Koepfen" bezeichnen...
...klingt halt nur nicht so schoen.

Edith sagt, dass es ganz schown schwierig ist zu "smashen"