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 Betreff des Beitrags: navigationsgerät für kuriere
BeitragVerfasst: So 9. Dez 2007, 17:44 
hallo an alle forum user,

mein name ist ... [Klarname entfernt....Burnie] und ich studiere zur zeit design an der fh anhalt.
momentan bearbeite ich die aufgabenstellung, ein interface (schnittstelle zw. mensch und maschine in diesem fall) für ein navigationsgerät für fahrradkuriere zu entwerfen.

da ihr euren job ja am besten kennt, möchte ich mal wissen, wie eurer meinung nach so ein gerät aussehen könnte, was es leisten müsste, oder was euch generell zu diesem thema einfällt oder ob es überhaupt sinnvoll ist so etwas zu entwickeln.

danke schon mal für eure beiträge!!!

grüße bensch


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: So 9. Dez 2007, 18:03 
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wenn das wirklich dein richtiger nachname ist, würde ich dich gern heiraten :)

die kuriere kennen ihre stadt meist so gut, dass sie keinen stadtplan o.ä. brauchen also wozu ein navi??

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Wenn du denkst es passt nicht mehr, kommt von irgendwo ne Lücke her!!


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 Betreff des Beitrags: Re: navigationsgerät für kuriere
BeitragVerfasst: So 9. Dez 2007, 19:07 
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Registriert: Fr 12. Jan 2007, 01:19
Beiträge: 2727
bensch hat geschrieben:
oder ob es überhaupt sinnvoll ist so etwas zu entwickeln.


Mal völlig unabhängig von der Frage wie so ein Gerät konkret aussehen könnte.

Für zeitoptimiertes Vorankommen in einer Stadt sind die vorhandenen Kartendaten nur sehr bedingt brauchbar. Zwar gibt es z. B. bei Taxifahrern mittlerweile verstärkten Einsatz von GPS-Geräten, diese sind aber - im Gegensatz zu Kurierfahrern - gehalten die kürzesten Strecken zu fahren weil die Kunden im Prinzip nach gefahrenen Kilometern zahlen.

Bei einer (Fahrrad-)Transportfahrt wird zwar eventuell auch nach Entfernung abgerechnet, es kann aber durchaus Unterschiede zwischen zum Kunden hin abgerechneter Wegstrecke und effektiv gefahrenem Weg geben.

Ein effektives Routingsystem, um in einer Stadt mit dem Fahrrad zeitoptimiert vorwärts zu kommen, müßte nicht nur die regulären Straßenführungen berücksichtigen, sondern auch diverse "semilegale" Querverbindungen die dem Kfz-Verkehr definitiv nicht zugänglich sind. Dementsprechend sind in klassischem, routingfähigem Kartenmaterial derartige Wege nicht drin.

Außerdem reicht es oft nicht aus eine Straße einfach nur als "eine Straße" anzusehen sondern es gibt verschiedene Möglichkeiten sie zu befahren: Man kann die Fahrbahn nutzen. Man kann einen straßenbegleitenden Radweg nutzen. Man kann auch mal die Seite wechseln und ein paar Meter schieben. Manche Kreuzungen lassen sich mit dem Rad "abkürzen" indem man kurz zum Fußgänger wird. Überhaupt sind Ampelschaltungen und "grüne Wellen" ziemlich wichtig für die effektive Fortbewegungsgeschwindigkeit. Sowas gibt das durchschnittliche Kartenmaterial nicht her und ich kann mir auch nicht vorstellen daß man sowas so schnell da reinbekommt. Es würde eine völlig andere Modellierung des Kartendatenbestandes erfordern.

Richtig wüst wird es dann in Städten wie z. B. Berlin wo es für Fahrten in die Außenbezirke teilweise sogar probat sein kann mal ein Stück das Rad mit der S-Bahn mitzunehmen. Zum Beispiel Richtung Potsdam raus. Ein System was auf Fahrzeit optimiert müßte da quasi auch noch den Bahnfahrplan berücksichtigen.

Viel interessanter als das Routingthema scheint mir die Frage einer effektiven gerätegestützten Disposition zu sein. Es gibt mittlerweile einige Kurierdienste die nicht mehr sprachbasiert, sondern z. B. mittels Blackberry-Geräten ihre Aufträge zu den Fahrern kommunizieren. Was eine Teilautomatisierung von Disposition und Zentralenbetrieb ermöglicht. Da wären möglicherweise noch intelligente Gerätschaften interessant die sich am Lenker befestigen lassen, wetterfest sind, leicht mit an ein konkretes Einsatzgebiet bedarfsabhängig anpaßbarer Software zu bestücken sind, effektive Interaktionsmöglichkeiten vorsehen usw.

Die Frage ist nur ob solche Spezialentwicklungen jemals irgendwer wird bezahlen wollen. Das Kuriergeschäft, egal ob nun Fahrrad oder Kraftfahrzeug, ist ein Gewerbe mit intensivem Preisdruck. Und der Zielmarkt ist begrenzt, d. h. ein potenzieller Hersteller kann nicht gerade darauf hoffen spezialisierte Produkte millionenfach verkaufen zu können. Von daher eigentlich ein Themenfeld welches aus betriebswirtschaftlicher Sicht ganz fürchterlich unattraktiv ist.


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 Betreff des Beitrags:
BeitragVerfasst: Mo 10. Dez 2007, 13:39 
ja diese sachen habe ich in meine überlegungen schon mit einbezogen. mir ist schon klar, dass das gerät sich nich an üblichen verkehrswegen orientieren sollte. meine überlegung wäre gewesen, dass da gerät dazu lernen kann und diese semilegalen strecken auch im vorhinein ins system eingepflegt werden können bzw neue daten einfach im system gespeichert werden, sollte man eine neue strecke fahren. das orientierungsvermögen und vorwissen über topografische verhältnisse einer stadt beziehe ich bis zu einem gewissen grad ebenfalls mit ein, da sicher nicht jeder geiegnet ist für diese arbeit....wie auch immer.

ich muss dazu sagen, das wir hier absolute narrenfreiheit haben. mal rumgesponnen, wäre auch eine holografische projektion machbar und der kurier bekommt seine navigationsbefehle direkt in die hirnrinde übermittelt...aber weniger ist oft mehr.
ein visualisiertes kartensystem halte ich selber für unpraktikabel. eher etwas über den audiokanal was auch mit sprachsteuerung funktioniert.
mann sollte auch überlegen ob es sinvoll ist bei einem gwissen kostenaufwand das ding überhaupt am fahrrad zu montieren, da es mögl.weise geklaut wird.

fakt is t dass ich unabhängig ob es jemand brauch oder nicht ein solches teil entwickeln muss. deswegen frage ich nach arbeiterleichternden funktione und anwendbarkeit im hinblick auf bedienung /verkehrssicherheit / integration in eventeulle kleidung oder helm / technisches vorwissen des kuriers / abstraktionsfähigkeit bei der bedienung...etc.


und ja das ist mein richtiger name....


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BeitragVerfasst: Di 11. Dez 2007, 10:32 
wie sieht eigentlich der typische arbeitsablauf eines fahrradkuriers aus???


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BeitragVerfasst: Di 11. Dez 2007, 21:53 
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BeitragVerfasst: Di 11. Dez 2007, 21:59 
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wie denn falls gutes wetter

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BeitragVerfasst: Mi 12. Dez 2007, 02:16 
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Maze hat geschrieben:
wie denn falls gutes wetter
Mit dem Rad natürlich! :zwinkern
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BeitragVerfasst: Sa 15. Dez 2007, 16:57 
KingKahuna hat geschrieben:
Aufstehen
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Duschen
Futtern
Vögeln
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alter so sieht mein tag auch aus....blos dass ich nich mit dem rad rumgondeln muss. werd ma n bissel präziser. weniger privates mehr jobspezifisches...
das würde mich mehr interessieren.


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BeitragVerfasst: Sa 15. Dez 2007, 22:43 
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Fahrer bekommt von Zentrale (oder von Kunde direkt) gesagt, wann etwas von wo nach wo soll und erledigt diesen Auftrag dann. Mehrere Aufträge parallel auf einer Tour oder eine Rücktour wenn man in einen Außenbezirk muß sind von Vorteil.
Schonmal bei Wikipedia oder Youtube geschaut oder bei nem Kurier mitgefahren?

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BeitragVerfasst: So 16. Dez 2007, 21:29 
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Gehirn und nen Stadtplan

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